Unsere Kinder sind belastet mit Rückständen aus Kunststoffen

Unsere Kinder sind belastet mit Rückständen aus Kunststoffen

Die Medien berichten immer wieder davon, dass die meisten Kinder stark mit Rückständen aus Kunststoffen wie z.B. Weichmachern belastet sind. Sogar bei jedem vierten Kind im Kleinkindalter von drei bis 5 Jahren sind die Belastungen so hoch, dass langfristige Schäden nicht sicher ausgeschlossen werden können. Wir möchten in diesem Blogbeitrag klären was genau besorgniserregend ist, wie es zu dieser Situation kommt und welche Folgen das hat. Es lohnt sich bis zum Schluss zu lesen, denn wir geben Dir noch hilfreiche und praktische Tipps was Du tun kannst, um deine Kinder und dich selbst zu schützen, wie Du die Belastungen durch Kunststoffe reduzieren kannst oder sogar frei von Plastik leben kannst. Mithilfe unserer nachhaltigen Produkte, die Du in unserem Webshop in der neuen Kinderkategorie findest sowie unserer Newsletter und Blogbeiträge geht das ganz leicht und Du kannst unbesorgt sein. Um zu unseren Produkten zu gelangen, klicke im Text einfach auf die unterstrichenen Begriffe wie Trinkflasche, Thermobehälter, Schulranzen oder Lunchbox.

 

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 Schulranzen

 

Gliederung

 

Das Wichtigste in Kürze

Wie schützten wir unsere Kinder vor schädlichen Belastungen?

Warum und womit sind die Kinder belastet?

Wie gelangen die bedenklichen Stoffe in den Organismus der Kinder?

Welche Folgen haben bedenklichen Stoffe auf die Entwicklung unsere Kinder?

12 Tipps um mit Kindern nachhaltig und frei von Plastik zu leben 

Externe Links, die kinderfreundlich folgende Fragen beantworten

Welche Kunststoffe gelten als Lebensmittelecht?

Fazit

 

 

Das Wichtigste in Kürze

  • Einer bundesweiten Studie zufolge haben nahezu alle Kinder Plastikrückstände im Blut. 1 von 5 Kindern so viel, dass Gesundheitsprobleme zu erwarten sind. Dazu später mehr.
  • Die 3- bis 5-jährigen sind besonders betroffen.
  • Rückstände sind auch in Muttermilch zu finden.
  • Erfreulicherweise baut der menschliche Körper einen Großteil der bedenklichen Plastikrückstände ab. Problematisch ist dauerhafter Kontakt mit Kunststoffen.
  • Die Kunststoffarten unterscheiden sich in ihrem Belastungspotenzial.
  • Man kann der Gefahr weitestgehend aus dem Weg gehen, indem man unbedenkliche Kinder-Produkte verwendet!
  • Plastikarm oder plastikfrei leben ist machbar, wenn man unsere 12 Tipps beherzigt.

 

 

Wie schützten wir unsere Kinder vor schädlichen Belastungen?

In erster Linie sollte man nicht in Panik geraten, sondern sich einen Plan machen, wie man Plastik aus seinem Leben weitestgehend verbannen kann. Überlege in Ruhe wie du Deinen Lebensstil entsprechend anpassen kannst. Wie lebst Du? Was verwendest Du im Alltag? Wo stammt es her? Könnte es schädlich für deine Kinder sein? Welche Alternativen hast Du?

Wir bieten dir schöne Lösungen, wie Geschirr, Trinkflaschen, Lunchboxen, Thermobehälter, Mulltücher, Taschen, Rucksäcke bzw. Schulranzen und Spielsachen aus Edelstahl, Glas, Naturfasern und Holz in unserem Webshop an. Dazu haben wir eine neue Kinderkategorie geschaffen mit den Unterkategorien:

 

Essen und Trinken

-          Trinkflaschen aus Edelstahl und Glas

-          Kindergeschirr aus PLA[1] und Porzellan und Besteck aus Edelstahl

-          Lunchboxen aus Edelstahl

-          Thermobehälter aus Edelstahl

 

Trinkflasche Kinder Edelstahl  Kindergeschirr  lunchbox  Thermobehälter   

 

Spielzeug aus Holz

 

Spielzeug Holz  Spielzeug Holz 

 

Baby Produkte aus Bio-Baumwolle

 

Nachtlicht Mulltücher  Trinklernbecher  Kinder plastikfrei   

 

Taschen, Schulranzen und Rucksäcke aus recycelten Materialien und Bio-Baumwolle

 

 

Schulranzen

 

 

Wenn Du noch mehr verändern möchtest dann helfen Dir unsere 12 Tipps im Folgenden. Du kannst Deine ganze Familie mit einbinden und thematisieren was Ihr gemeinsam Schritt für Schritt ändern könnt. Ihr könnt in euerm Umfeld mit Vorbildfunktion vorangehen und Großeltern, Freunde, Schule oder Kindergarten mit anstecken. Am besten beginnt Ihr mit dem Offensichtlichsten.

 

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Warum und womit sind die Kinder belastet?

Untersuchungen zur Chemikalienbelastung von Spielsachen und kindernahen Produkten zeigen, dass Spielsachen, Kinderbekleidung, Kuscheltiere, Schnuller und Kindergeschirr häufig hoch mit gesundheitsgefährdenden Schadstoffen belastet sind. Da Kinder, unser höchstes Gut, besonders sensibel sind, beunruhigt uns das natürlich. Um das Ausmaß und die Ursachen der Belastungen zu ergründen, wurde zwischen 2014 und 2017 vom Umweltbundesamt (UBA⁠) die Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (GerES V steht für German Environmental Survey)) durchgeführt. Im Rahmen der Untersuchung wurden Urinproben von 2.500 Kindern und Jugendlichen zwischen drei und 17 Jahren ausgewertet. In fast allen Proben seien Rückstände von Plastikinhaltsstoffen gefunden worden, insbesondere von Weichmachern. Produkte aus Kunststoff enthalten häufig gefährliche Schadstoffe. Denn, der Ausgangsstoff für die meisten synthetischen Kunststoffe ist Erdöl. Damit das Material die gewünschten Eigenschaften erhält, werden ihm diverse Zusatzstoffe wie Weichmacher, Stabilisatoren, Flammschutzmittel oder Füllstoffe beigemischt. Diese Chemikalien sind im Plastik meist nicht fest gebunden und können mit der Zeit aus dem Plastikgegenständen wie Trinkfalschen, Kindergeschirr, Brotdosen, Kinderbekleidung und Spielsachen auswandern und in die Umwelt übergehen oder vom menschlichen Körper aufgenommen werden.

Außerdem zeig die Untersuchung, dass "…Plastikinhaltsstoffe mit steigender Produktion auch vermehrt im Körper auftreten“ so Mitautorin der Studie Marike Kolossa-Gehring vom Umweltbundesamt.  „Dabei ist wirklich besorgniserregend, dass die jüngsten Kinder als die sensibelste Gruppe am stärksten betroffen sind.“ Weiter bemerkt die umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Bettina Hoffmann, dass "Abbauprodukte von elf der 15 untersuchten Plastikinhaltsstoffen im Urin von 97 Prozent aller Kinder gefunden wurden. Das ist natürlich dramatisch. Solche Stoffe gehören nicht in den Körper der Kinder". Besonders weitreichende Auswirkungen haben dabei hormonell wirksame Substanzen.

 

 

Wie gelangen die bedenklichen Stoffe in den Organismus der Kinder?

1. Der Hauptweg ist über die Nahrung:

Die Hauptquelle bedenklicher Stoffe sind Kunststoffverpackungen, Folien, Vorratsdosen oder Brotdosen, beschichtete Pfannen und Töpfe, Kochbesteck, Einweggeschirr und Essgeschirr aus Kunstsoff sowie Einwegflaschen oder Mehrwegflaschen aus Kunststoff aus dem sie sich lösen. Mikroplastik wird über Lebensmitteln wie Fisch, Gebäck, Milchprodukte, Trinkwasser und sogar die Muttermilch aufgenommen.

 

 

2. Die zweitgrößte Quelle ist das Einatmen von Mikroplastik

Kleinste Kunststoffpartikel bleiben durch elektrostatische Anziehung an Staub haften und werden somit eingeatmet. Die Mikropartikel lösen sich aus Textilien wie Kinderbekleidung, Vorhängen, Möbelbezügen, Kissen oder Spielteppichen und auch in Form von Abrieb von Bodenbelägen, Autoreifen und dem Baugewerbe.

 

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3. Aufnahme von bedenklichen Kunststoffrückständen über den Mund – vor allem Kleinkinder sind betroffen

Kleinkinder saugen oder nagen in der oralen Phase gerne an Allem was sie in Finger bekommen. Meist sind es Dinge, die nicht für diesen Zweck geschaffen sind oder auch billige Plastikspielsachen, Textilien, Trinkflaschen, Nuckelaufsätze oder Beißringe aus Kunststoff. Diese können bedenkliche Stoffe enthalten und als feine Partikel über den Speichel in den Darm und von dort ins Blut gelangen. Demnach nehmen mit der Trinkflasche gefütterte Babys täglich über eine Million Partikel Mikroplastik zu sich.[2] Laut der oben genannten Studie vom BMU ist der der Anteil an freigesetztem Mikroplastik umso höher, desto heißer die Flüssigkeit. Darum empfehlen wir für heiße Getränke oder Lebensmittel Thermotrinkflaschen oder Thermobehälter, in denen die Nahrung sicher warmgehalten werden kann, ohne dass Schadstoffe vom Thermobehälter in die Nahrung übergehen können.

 

Baby Milchflasche

 

4. Aufnahme von bedenklichen Kunststoffrückständen über die Haut

Leider findet man Kunststofffasern, Aufdrucke, Beschichtungen oder Imprägnierungen die aus Kunststoff sind oft auch in Kinderkleidung. Durch Reibung, Schwitzen und Waschen können bedenkliche Stoffe aus der Kinderkleidung herausgelöst und über die Hautbarriere aufgenommen werden. Gleiches gilt für Windeln und Hautpflegeprodukte, die Parabene oder Silikone enthalten können. Als Nanopartikel können sie die Hautbarriere überwinden.

 

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Welche Folgen haben bedenklichen Stoffe auf die Entwicklung unsere Kinder?

Hormonstörenden Stoffe stehen in Verdacht Zivilisationskrankheiten wie Fettleibigkeit, Fruchtbarkeitsstörungen, Krebs und Entwicklungsverzögerungen zu verursachen. Die Aufnahme dieser Stoffe ist besonders für Kinder riskant, denn viele Weichmacher und auch Bisphenol A wirken ähnlich wie das weibliche Hormon Östrogen. Die Einwirkungen auf den Hormonhaushalt von Kindern stört vermutlich deren Entwicklung und Wachstum, da es hormonell gesteuert wird. Dr. Andreas Gies merkt hierzu an: »Wir sorgen uns, dass sowohl die Gehirn- als auch die Organentwicklung von Kindern beeinträchtigt wird.« Bisphenol A etwa hätte in Versuchen mit Ratten zu schlechterem Lernvermögen und aggressiverem Verhalten der Jungtiere geführt.

 

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12 Tipps um mit Kindern nachhaltig und frei von Plastik zu leben

 

Klein anfangen mit viel Wirkung

Tipp 1

Kauf unverpackte Lebensmittel ein. Loses Obst, Gemüse oder Backwaren kannst du in selbst mitgebrachte Stoffbeutel oder wiederverwendbare Säckchen packen. Aber auch Mehl, Reis und Teigwaren kann man lose kaufen und in von Zuhause mitgebrachten Vorratsgläsern oder verschließbaren Keramikdosen abfüllen. Gleiches gilt für Wurst, Fleisch, Käse und andere Milchprodukte. Für deren Transport eignen sich Lunchboxen aus Glas oder Dosen aus Edelstahl. Trink mehr Leitungswasser aus der Glaskaraffe, dass du mit Zitrone, Sirup oder Minze aufpeppst oder kauf Getränke in Glasflaschen.

Binde deine ganze Familie in die Veränderungen mit ein, sodass auch die Kinder verstehen, warum Du Plastik meidest, damit sie lernen wie man nachhaltig einkauft und auf unnötige Verpackungen verzichtet.

 

Tipp 2

Mehrmals pro Woche Staub saugen, wöchentlich Staub wischen, mehrmals täglich lüften um am staub haftende Kunststoffpartikel zu entfernen.

 

Tipp 3

Verzichte vollständig auf Fastfood Verpackungen indem Du selbst für deine Kinder kochst oder extra eine Portion mehr kochst, die sie unterwegs aus ihrer nachhaltigen Lunchbox oder einem Thermobecher/Thermobehälter für Kinder essen können.

 

Tipp 4

Auf Plastikgeschirr und -besteck sowie Strohhalme verzichten. Verwende lieber Mehrwegartikel wie unsere robusten Glasstrohhalme, Lunchboxen, Thermobecher oder stilvolles Kinderbesteck aus Edelstahl.

 

Bestandsaufnahme und Aussortieren

Tipp 5

Alle Kunststoffartikel wegzuwerfen ist nicht sinnvoll. Du kannst Kunststoffboxen oder Becher noch zur Aufbewahrung von Stiften, Holzperlen und anderem Kleinkram verwenden, nicht jedoch für Lebensmittel.

 

Tipp 6

Bei Spielzeug aus Plastik solltest du rigoros ausmisten, insbesondere die Spielsachen, welche in den Mund genommen werden. Playmobil oder Lego sind sehr dauerhafte Spielsachen, die man auch innerhalb der Familie vererben oder an Freunde verschenken kann. Da ist es nachhaltiger diese Spielsachen aufzuheben.

 

Tipp 7

Darüber hinaus ist beschichtetes Kochgeschirr bedenklich, da sich die Beschichtung ablösen und ins Essen übergehen kann. Beschädigtes Kochgeschirr sollte drum sofort gegen unbedenkliches aus Gusseisen, Edelstahl oder Keramik oder mit Keramikbeschichtung ausgetauscht werden. Gleiches gilt für Kindergeschirr aus Kunststoff, sobald es vom darauf schneiden zerkratzt ist, sollte es gegen Porzellan, Keramik oder anderes Kindergeschirr ausgetauscht werden. In unserem Webshop bieten wir Dir unter anderem Kindergeschirr aus PLA an - ein Material, das aus erneuerbaren Quellen hergestellt wird, also nicht fossil, sondern pflanzlich und damit unbedenklich ist.

 

Tipp 8

Beim Kochen und Essen verwende Kochgeschirr aus unbedenklichen Materialien wie Porzellan, Keramik, Holz, Edelstahl und Glas. Dazu solltest Du bedenkliche Küchenutensilien durchgehen und nach und nach die Teile aus Kunststoff aussortieren.

 

Weniger nachkaufen, dafür plastikfeie Alternativen nutzen

Tipp 9

Weniger ist mehr. Es kann sehr befreiend sein, sich von alten Dingen zu trennen, vor allem, wenn man weiß, dass man damit gesünder leben kann. Eine komplett neue Ausstattung ist nicht notwendig, denn wenige aber vielseitig nutzbare, nachhaltige und durchdachte Produkte, Spielsachen und Kleidungsstücke reichen aus, um glücklich zu sein. Das sind:

  • Küchenutensilien, Kochgeschirr und Kindergeschirr sowie Brotdosen, und Trinkflaschen aus Edelstahl, Keramik, Porzellan, Glas und Holz.
  • Zertifiziertes Kinderspielzeug aus Holz, wie die Klassiker Rechenmaschine, Murmelbahn, Schaukelpferd, Holzpuzzle oder Holzbauklötze.
  • Gebrauchte Spielsachen, Kindergeschirr, Kinderzimmermöbel und Kinderkleidung kaufen oder in der Familie weitergeben.
  • Kinderkleidung kann man wunderbar gebraucht kaufen, gerne qualitativ hochwertige und nachhaltige Bio-Labels mit hohem Naturfaseranteil zum Beispiel von Liewood oder Lässig. Man sollte bei Kinderkleidung und anderen Textilien wie Mulltüchern, Bettwäsche oder Kuscheltieren auf Kunstfasern verzichten, da etwa ein Drittel des Kunststoffs im Meer aus Mikrofasern stammt, die beim Waschen der Textilien ins Abwasser gelangen. GOTs[3]-zertifizierte Baumwolle, Wolle und andere Naturmaterialien sind komplett plastikfrei.

 

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Mobiliar und Wohntextilien aus Naturmaterialien

Tipp 10

Wie oben unter Tipp 9 erklärt, sollte man auch bei Wohntextilien Kunstfasern vermeiden. Insbesondere bei Spielteppichen, sollte man Textilien kaufen, die schadstofffrei sind und aus GOTs-zertifizierten Naturfasern hergestellt wurden sowie waschbar sind. Auch Möbel, Bodenbeläge und Heimtextilien solltest Du lieber aus Naturmaterialien wie Holz, Wolle, Kork oder Sisal wählen. Eine Auflistung schädlicher Stoffen in Kinderprodukten findest Du hier.

 

Selber machen

Tipp 11

Ein Mega Trend ist DIY (do it yourself). Selbstgemachtes hat den Vorteil, dass man weiß womit man es zu tun hat, man kann die Gefahr, die davon ausgeht, gut einschätzen oder ganz ausschließen. Dafür verwendet man natürliche Zutaten und unbedenkliche Rohstoffe. Es bedarf für Zeit Selbstgemachtes mehr Zeit, als schnell etwas zu shoppen – das ist klar - aber dafür spart man oft viel Geld. Hier findest du ein paar DIY-Anregungen für das Kinderzimmer:

     

     

    Plastikfrei in die Schule oder in den Kindergarten

    Tipp 12

    Schaut man genauer hin, findet man auf dem Schreibtisch und im Schulranzen, dem Rucksack oder der Kindergartentasche der Kinder sehr viel Plastik: Bastelutensilien wie Stifte, Lineal, Schere, Locher und Hefteinbände, Ordner, Folien, Turnbeutel, Lunchbox, Trinkflasche und sogar der Schulranzen, Rucksack oder Kindergartenbeutel selbst sind aus Plastik oder Kunstfasern. Dabei gibt es schöne Alternativen aus Stoff, Holz Papier oder recyceltem Kunststoff zum Beispiel in unserem Webshop.

     

     

    Schulranzen

     

     

     

    In der Schulpause bzw. der Frühstückspause kann man wunderbar auf Plastik verzichten. Statt Pausenbrot, Bratlinge, Joghurt, Obst- und Gemüsespalten  und Co. in Plastiktüten, Brotdosen aus Kunststoff oder in Alufolie zu verpacken, verwendet man besser schöne und kinderfreundliche aber nachhaltige Brotdosen oder Lunchboxen aus Edelstahl oder aus einer nachwachsenden Alternative zu Plastik. Gleiches gilt für die Trinkflaschen. Trinkflaschen aus Edelstahl oder Glas lassen sich immer wieder befüllen und sind vor allen auch gut in der Spülmaschine zu reinigen. Dank ihrer Qualität sind sie jahrelang ein treuer Begleiter im Alltag. Wegen den ansprechenden Motiven trinkt jedes Kind gerne aus seiner Trinkflasche aus Edelstahl und ist stolz damit einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

    Mittlerweile gibt es auch für Kinder schöne Thermobecher aus Edelstahl, in die man eine warme süße oder herzhafte Mahlzeit füllen kann, sodass die Kinder in der Pause ein gesundes Essen bekommen, was ihnen auch sicher schmeckt. Oberndrein wissen die Eltern genau wissen was im Essen bzw. im Thermobehälter darin steckt, und wieviel das Kind tatsächlich gegessen hat. Die Thermobehälter gibt es in verschiedenen Größen und mit verschiedenen, kinderfreundlichen Designs.

     

     

    kinder plastikfrei

     

     

     

    Externe Links, die kinderfreundlich folgende Fragen beantworten:

    1.      Was ist Plastik?

    2.      Warum ist Plastik so bliebt?

    3.      Was ist Mikroplastik?

    4.      Welche Alternativen gibt es zu Plastik?

    5.      Wo kann ich plastikfrei einkaufen?

     

     

    Welche Kunststoffe gelten als Lebensmittelecht?

    Lebensmittelecht gelten Polymere (Kunststoffe), die bei verschiedensten Verwendungszwecken die Lebensmittel nicht negativ beeinflussen. Es muss der gesundheitlich unbedenkliche Verzehr der Speisen und Getränke dauerhaft gewährleistet sein, ebenso wie der unveränderte Geschmack und Geruch der Nahrungsmittel. Eine gesetzlich begründete Definition ist der Begriff Lebensmittelecht allerdings nicht, da es in Deutschland weder eine Zulassungspflicht noch ein offizielles Zulassungsverfahren für sogenannte Lebensmittelkontaktmaterialien gibt. Das Attribut „Lebensmittelechtheit“ ist daher vielmehr als in der Industrie und der Öffentlichkeit weit verbreiteter und gebräuchlicher Kategorienbegriff für all die Materialien zu verstehen, welche den rechtlichen Anforderungen für den Kontakt mit Lebensmitteln entsprechen.[4]

    Dennoch ist Kunststoff in einigen Bereichen bisher kaum zu ersetzen. Wo es unmöglich ist, Plastik zu vermeiden, kannst Du auf recyclingfähige und gesundheitlich möglichst unbedenkliche Sorten zurückgreifen, wie Polypropylen (PP), Polyamid (PA), Polyethylen (PE), Polyethylenterephthalat (PET).[5] Um erkennen zu können, ob sich ein Gegenstand, wie etwa eine Vorratsdose oder Mehrweg-Trinkflasche, dafür eignet, ist ein EU-weit gültiges Symbol vorgeschrieben. Siehe dazu Verordnung über die Beschaffenheit und Kennzeichnung von bestimmten Einwegkunststoffprodukten bzw. die Einwegkunststoffkennzeichnungsverordnung – EWKKennzV auf der Webseite vom Bundesamt für Gesundheit (BMU). Da die Kennzeichnung von Artikeln aus Kunststoff leider häufig unzureichend ist oder man die Symbole nicht kennt, kommt es zu Verwechslungen und Anwendungsfehlern, sodass schädliche Materialbestandteile ins Essen gelangen.

     

     

    Fazit

    Für uns sind die Ergebnisse der Studie vom UBA sowie die hier zusammengestellten Fakten leider keine Überraschung. Sie unterstreichen unser Bemühen plastikfrei zu leben und andere Menschen dazu zu ermutigen und mit den entsprechenden plastikfreien Produkten aus unserem Webshop zu versorgen.

    Der Verzicht auf Plastik ist manchmal unbequem aber die aufgeführten Gründe sprechen dafür. Darum zeigen wir euch, wie man Schritt für Schritt plastikfrei lebt. Unsere Blogbeiträge und Newsletter unterstützen Dich dabei. Aus dem Ungewohnten wird dann schnell Gewohnheit. Gehe Deiner Familie und Deinen Freunden mit gutem Beispiel voran. Sodass immer mehr Familien anfangen umweltbewußt zu leben. Denn erst, wenn viele Menschen nachhaltig einkaufen, wird sich etwas ändern.

     

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    Quellen:

    Aline Murawskia, Carolin Tschersicha, Enrico Rucica, Gerda Schwedlera, Rebecca K.Moos, bMonika Kasper-Sonnenbergb, Thomas Brüningb, Holger M.Kochb, Marike Kolossa-Gehringa: Parabens in urine of children and adolescents in Germany – human biomonitoring results of the german environmental survey 2014–2017 (GerES V), Environmental Research Volume 194, March 2021, 110502.
     
    Gerda Schwedlera, Enrico Rucica, Rosa Langea, André Conrada, Holger M.Kochb, Claudia Pälmkeb, Thomas Brüningb, Christine Schulza, Maria I.H.Schmied-Tobiesa, Anja Danielsa, Marike Kolossa-Gehringa: Phthalate metabolites in urine of children and adolescents in Germany. Human biomonitoring results of the German Environmental Survey GerES V, 2014–2017, International Journal of Hygiene and Environmental Health Volume 225, April 2020, 113444

     

     

    Simone OhlweinRon KappelerMeltem Kutlar JossNino Künzli, Barbara Hoffmann: Health effects of ultrafine particles: a systematic literature review update of epidemiological evidence, International Journal of Public Health volume 64pages 547–559 (2019).

     

    [1] PLA kurz für Polylactid Acid (umgangssprachlich: Polymilchsäuren). Aus ihnen wird Kunststoff gefertigt, der aus nachwachsenden und natürlichen Rohstoffen gewonnen wird (z.B. Maisstärke) - Biokunststoff. Diese synthetischen Polymere gehören zu den Polyestern.

    [2] Lino Wirag: Babyflaschen setzen Millionen Mikroplastik-Partikel frei, 22.10.2020.

    [3] Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist ein weltweit angewendeter Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern und damit ein wichtiges Textilsiegel. Er definiert umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette, sowie Sozialkriterien. Die Qualitätssicherung erfolgt durch unabhängige Zertifizierung der gesamten Textillieferkette.

    [4] Quelle: RCT Reichelt Chemietechnik GmbH + Co., Heidelberg

    [5] Quelle: https://www.smarticular.net/plastik-erkennen-kunststoff-recycling-schaedlich-nummern-symbol/ Copyright © smarticular.net

     

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